Wie man sich in Panama City fortbewegt

Unser erster Diablo Rojo. Schlechtes Foto, sorry, war noch etwas zittrig :)

Unser erster Diablo Rojo. Schlechtes Foto, sorry, war noch etwas zittrig 🙂

Ja, es ist möglich, zu Fuß zu gehen. Aber zumindest im Januar würde ich es nicht empfehlen, es ist sehr, sehr heiß. Die Entfernungen sind zumindest im Zentrum so, dass man es schaffen kann, wenn man hitzeresistent ist und nicht gerade ein Kind dabei hat, das auf jede Wurzel stehen und auf jede Mauer klettern möchte.

Taxi. Taxi ist toll und man muss die auch gar nicht rufen. Hier scheint 50 Prozent des motorisierten Verkehrs aus Taxis zu bestehen, weshalb sogar in der kleinsten Straße ständig welche vorbeifahren. Die kann man ranwinken, muss man aber nicht, meistens genügt es, am Straßenrand zu stehen und suchend dreinzublicken. Selbst wenn man nicht sucht, wird man von ihnen angehupt.

Wer kein Komplett-Touri ist, steigt vorne auf dem Beifahrersitz ein. Adressen kennen die Taxifahrer nicht, die Panamesen nennen oft ohnehin nur die grobe Gegend und laufen dann bis zu ihrem Ziel. Wenn man doch eine Adresse nennen will, sollte man Anhaltspunkte in der Nähe nennen können, wie Apotheken, Restaurants oder Hotels. Und nicht wundern, wenn ein Taxi stehenbleibt, das bereits Fahrgäste geladen hat. Wenn man in die gleiche Richtung will, nehmen die Taxifahrer auch mehrere Gäste zusammen mit.

Eine Taxifahrt von bzw. zum Flughafen kostet 20 bis 30 $, alles im Stadtgebiet zwischen einem und drei Dollar. Sollte der Taxifahrer mehr verlangen – einfach weigern und stur bleiben. Schließlich kann man auch einfach das nächste Taxi nehmen, wenn er einen rausschmeißt. Wir wurden tatsächlich gewarnt, dass wir KEIN Taxi nehmen sollen, weil die Fahrer einen abzocken. Haben’s trotzdem gemacht.

Busse. Yeah, Busse. Die sind auch toll. Es gibt zwei Arten davon. Metrobus ist die normale Art. 25 Cent kostet eine Fahrt und man braucht ein Ticket, das 2 $ kostet. Das kann man mit einem Betrag seiner Wahl aufladen. Beim Einsteigen einfach an den Sensor halten und gut, zum Aussteigen den roten Knopf drücken. Wer umsteigt, sollte vor dem Aussteigen nochmal seine Karte an den entsprechenden Sensor halten, um nicht zwei Mal zu bezahlen. Wohin die Busse fahren und an welchen Haltestellen sie vorbeikommen, scheinen oft nicht mal die Busfahrer selbst zu wissen. Also gilt die Devise: Durchfragen.

Die zweite Art ist der Diablo Rojo. Davon gibt es einige, es sind angeblich die pensionierten Schulbusse aus den USA. Sie sind unschwer zu erkennen an ihren Farben und dem Fahrstil und überhaupt. Wenn das das Verkehrsmittel der Wahl ist, sollte man laute Musik mögen und Kleingeld mitnehmen. Eine intakte Wirbelsäule ist auch ratsam, denn es wackelt ziemlich, Zugluft sollte man ebenfalls vertragen, da die Tür die meiste Zeit während der Fahrt offen steht.

Fahrer bzw. Fahrergehilfe hat ein gutes Organ und brüllt an den Haltestellen, wo die Fahrt hingehen wird. Dann wird eingestiegen – die Metrobus-Karte nutzt einem da gar nix. Man setzt sich hin und genießt. Mir kam es so vor, als wäre es eine Art Lebenseinstellung, diesen Bus zu nutzen, dort quatschten einfach alle Leute miteinander. So, möchte man nun aussteigen, muss man aufstehen und nach vorne gehen (Achtung, gut festhalten) oder so laut man kann „PARA“ schreien. Sonst fährt der weiter, wie wir nach einem verdammt anstrengenden Tag mit ohnehin schon schmerzenden Fußsohlen erfahren mussten. Beim Aussteigen gibt man dem Fahrer 50 Cent (vielleicht sind es auch 25 pro Person und ich zahle wegen der Tigerente 50).

Egal, ob Diablo Rojo oder Metrobus: Nur weil ein Bus in die eine Richtung fährt, stimmt der Umkehrschluss, dass an derselben Stelle auf der anderen Straßenseite auch einer zurück fährt, nicht immer.

Der Vollständigkeit halber: Es gibt auch eine Metro. Die haben wir nicht benutzt, es heißt, viele ihrer Stationen liegen in etwas merkwürdigen Stadtteilen.

 

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2 Gedanken zu “Wie man sich in Panama City fortbewegt

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