Ähm ja. Wir sind im Paradies. Ohne Internet

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Hallo erstmal… ja, wir leben noch. Und nicht nur das, uns geht es wunderprächtig. Wir sind nur damit beschäftigt, zu genießen.
Und ehrlich gesagt hat es sich nicht mehr richtig angefühlt, die ganze Welt an meinem Gefühlsleben teilhaben zu lassen. Dafür war dieser Blog ja eigentlich nicht gedacht. Aber es ist eben einfacher, mal den Tag zusammenzufassen, als sich Mühe zu geben und Interessantes zu erzählen. Aber bald, wenn ich wieder mal stabiles Internet habe, gibt’s was. Bestimmt.

Zu unserer aktuellen Situation: Wir haben sehr viel erlebt, wurden von Hunden angefallen und haben ebensolche zeitweise adoptiert, haben Berge erklommen und sind in Wasserfällen baden gegangen. Wir haben im fürchterlichsten Hostel der Welt übernachtet und mehr als ein Paradies gefunden. Wir haben uns verliebt, und das auch mehrmals. Unser Spanisch ist auf gehobenes Touristen-Niveau gestiegen. Wir haben gelernt, wie und wohin die Busse fahren, wie man sich wo durchfragt und wen man besser meidet. Wir hätten fast Prügel bezogen und wurden auch schon mal als „Fast Einheimische“ behandelt. Wir sind mit Schildkröten getaucht und haben einen Kugelfisch gefangen (um ihn natürlich unter Wasser wieder freizulassen). Wir haben Delfine gesehen und Haie, waren Schnorcheln und haben am Meer bei Hühnchen (fürs Kind) und Reis (für mich) den Sonnenuntergang bewundert. Wir haben viele liebe Menschen getroffen, Gleichgesinnte und Nicht-Gleichgesinnte-Und-Trotzdem-Tolle. Wir sind Boot gefahren und in den Matsch gefallen. Wir haben Schokoladenbäume gefunden und den Urwald gesehen. Wir sind unserem Herzen gefolgt und haben alle Pläne über den Haufen geworfen, um wieder ins Paradies zurückzukehren. Wir haben eine Flaschenpost geschrieben und unzählige Pferde gestreichelt. Wir haben Krokodile bewundert und Schmetterlinge, Faultiere und Seeschwämme. Wir haben eine panamesische SIM-Karte, die nicht funktioniert. Wir haben die Landschaft bewundert und den Müll beschimpft. Wir essen Bananen und Kokosnüsse, die wir am Strand finden. Wir haben noch nie unseren Rucksack ganz ausgepackt und uns trotzdem wie Zuhause gefühlt.

Die Tigerente hat den Kapitalismus für sich entdeckt (hrmpf) und isst fast jeden Tag ein Eis. Die am häufigsten benutzten Gepäckstücke sind Bikini und Schnur (HAHA, liebe Cousine :P). Wir haben gemerkt, dass wir uns ein Drittel des Gepäckes hätten sparen können (zumindest für Panama). Die freien und nicht ganz so gut gesicherten WLAN-Netze Panamas sind im Handy gespeichert, so wie ein paar neue Nummern. Inzwischen werden wir fast gar nicht mehr abgezockt, weil wir wissen, wie der Hase läuft.

Und alles, aber auch alles, steht unter dem Motto: Panama ist das Land unserer Träume. Hier fühlen wir uns pudelwohl und wollen am liebsten gar nicht mehr weg (was übrigens ein nicht seltenes Phänomen ist, wie ich inzwischen weiß. Viele haben das umgesetzt, aufgrund ziemlich lockerer Einreisbestimmungen). Es riecht nicht nach Bananen, aber sie wachsen überall. Dafür riecht es nach Pferden und Entspanntheit, hier leben die nettesten Menschen, die mir je begegnet sind. Das Leben ist so einfach. Man braucht nur Essen und liebe Leute um sich und alles andere findet sich. Warmwasser gibt es kaum, Strom öfters mal auch nicht, manchmal auch gar kein Wasser mehr. Nervt manchmal, aber hey! Wir grinsen, wenn sich „Neue“ darüber aufregen. Es gehört dazu, es vergeht, es ist nicht schlimm. Also, falls wir eines Tages mal verschwinden: Sucht uns in Panama. Ist nicht schwer, hier kennen inzwischen schon sehr viele Menschen die blonde Tigerente.

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14 Gedanken zu “Ähm ja. Wir sind im Paradies. Ohne Internet

  1. Ich finde es immer wieder schön, Berichte von Menschen zu lesen, die den Mut haben aus ihrem Alltag auszubrechen und das Leben bewusst zu leben. Durch all den Luxus und die Dynamik in unserem Alltag vergessen wir uns auf die wesentlichen Bestandteile des Lebens zu konzentrieren. Es ist etwas Besonderes, wenn man auf Reisen die Möglichkeit hat wieder näher zu sich selbst zu kommen.
    Viele Menschen sind so unausgeglichen und unglücklich, weil sie durch all die Aufgaben, Verpflichtungen und den Stress, der sie täglich begleitet, vergessen ihrem inneren zuzuhören.
    Ich wünsche euch noch viele inspirierende und befreiende Momente auf Panama!

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